Projekttag Inklusion Klasse 5

Am letzten Schultag vor den Osterferien fand zum dritten Mal der Inklusionstag für die fünften Klassen am Gymnasium Herkenrath statt. Dabei konnten die Schülerinnen und Schüler an verschiedenen Stationen erleben, wie Alltagssituationen für körperlich oder geistig behinderte Menschen aussehen.

An drei Stationen konnten die Schüler durch beispielsweise Gruppendiskussionen oder Vorträge etwas über das Leben mit einer Behinderung erfahren. Weiterhin konnten die Schüler an vier Simulationsparcours praktische Erfahrungen sammeln.

Die erste Station erzählte von den Herausforderungen behinderter Schüler. Herr Katirtzis berichtete zunächst über die generellen Herausforderungen von Kindern mit Behinderung und ging später genauer auf Kleinwüchsige ein. Außerdem erzählten die Kinder über ihre persönlichen Erfahrungen im Alltag und sammelten Ideen, wie auch Außenstehende Menschen mit einer Behinderung im Alltag unterstützen können.

Dies wurde in der zweiten Station „Behinderung, Ausgrenzung und Inklusion“ unterstützt. Dabei wurde auf Beleidigungen und Ausgrenzung eingegangen und besprochen, wie man sich richtig verhalten sollte. Ein Spruch der besonders aufgefallen ist, war: „Ich bin nicht behindert, ich werde behindert“. Damit sollte verdeutlicht werden, dass das Leben eines Menschen mit einer Behinderung oft schwerer gemacht wird, als es eigentlich ist.

Die Ideenwerkstatt Inklusion: Vom Sport lernen“ war die letzte theoretische Station. Die Kinder haben berichtet, ob sie schon einmal mit Behindertensport in Kontakt gekommen sind. Dabei ist ihnen aufgefallen, dass auch Menschen mit Einschränkungen fast jede Sportart ausüben können, wenn man ihnen die Möglichkeit gibt.

Außerdem konnten die 5er im Parcours, „Rolli, ADS, Blind und Motorik“, Erfahrungen in der Praxis sammeln. Bei „Rolli“ mussten sie einen Parkours im Rollstuhl meistern, wobei sie Slalom oder über Matten fuhren. Bei der Station „ADS“ mussten die Schüler simple Matheaufgaben lösen. Währenddessen wurde nebenbei sehr viel Lärm gemacht, zum Beispiel durch laute Musik. Dieses sollte die Wahrnehmung einer Person mit „ADS“ simulieren.

Beim Blindenparcours mussten die Schüler mit verbundenen Augen einen aufgebauten Parcours bewältigen. Dabei mussten sie Gegenständen ausweichen, eine Treppe überwinden und mit verschiedenen Bodenbegebenheiten zurechtkommen. Zum Schluss mussten sie – immer noch blind – Essen erschmecken. An der letzten Station wurde die Motorik getestet, indem die Schüler einfache Aufgaben, wie Schnürsenkel binden, erschwert meistern mussten. Dazu durften sie beispielsweise als Rechtshänder nur die linke Hand benutzten.

Auch wenn an diesem Tag die Ernsthaftigkeit von Behinderungen thematisiert wurde, hatten die Schüler der fünften Jahrgangsstufe, vor allem bei den Simulationsparcours, sehr viel Spaß!

Jana und Judith (Eph)

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