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Geschichtenwettbewerb Klasse 5

Liebe SchĂŒlerinnen und SchĂŒler,

zum Abschluss des Themas „Tipps aus der ErzĂ€hlwerkstatt“ haben wir im Deutschunterricht mit Frau Rau einen Geschichtenwettbewerb in der Klasse 5A veranstaltet. Dazu hat jede:r ein „tierisches Abenteuer“ geschrieben, aber es war klar, dass nicht alle gewinnen können. Deshalb gab es nach einem Vorentscheid in Kleingruppen dann das große Finale und hier sind die drei besten Geschichten: Den dritten Platz erreichte Anna Wegener mit „Ein Affe, ein Freund“ und auf Platz zwei schaffte es Ben Kakoschke mit der „Rettungsmission“. Der klare Favorit war jedoch Vanessa Franks Geschichte „Giraffe GĂŒnter macht FĂŒhrerschein“. Wie wĂŒnschen euch genau so viel Spaß beim Lesen der Geschichten, wie wir ihn hatten.

Leia Potes und Leen Kasper aus der 5a

Ein Affe, ein Freund (von Anna W.)

Es war dunkel und ich schlief, aber eigentlich schlief ich nicht, weil ich von jemandem geweckt wurde. Ich drehte mich um, doch es hörte nicht auf, mich zu nerven. Nach einiger Zeit suchte ich denjenigen, der das war. Ein Affe, und er bombardierte mich mit Bananen. Sofort sprang ich auf, ich, ein AffenjĂ€ger. Ich griff nach einem Netz. Meine Auswahl war groß. Ich suchte den Affen, doch ich fand ihn nicht. Ich wollte das Netz zurĂŒck ins Auto tun, ins Auto, wo der Affe am Lenkrad saß. Was machte er da? Jetzt kurbelte er die Scheibe runter. Ich machte einen Hechtsprung ins Auto und sah den Affen im Netz zappeln. „Das hast du super gemacht!“, lobte ich mich selbst. Doch mein Lob konnte ich zurĂŒcknehmen, denn der Affe saß bereits angeschnallt auf dem Beifahrersitz. „Was, wie geht das?“, fragte ich mich selbst. Plötzlich spĂŒrte ich durch das Fenster einen starken Luftzug. Ich wollte das Fenster zu machen, aber die Luft ließ das nicht zu. Ich brauchte wenige Sekunden um zu begreifen, dass ich in einem Tornado war und wahrscheinlich gleich sterben wĂŒrde. Doch so war es nicht. Der Affe schubste mich weg und fuhr mich und ihn aus dem Tornado raus. Es war Wahnsinn wie er das machte. Er fuhr uns durch den Dschungel, irgendwann auch ĂŒber die A3. Ich spĂŒrte das Netz in meiner Hand. Sollte ich ihn fangen? Wir könnten einen Zirkus eröffnen, aber eine Stimme in mir sagte, dass ich das Netz gar nicht brauchte. So war es auch. Nach drei Jahren hatten wir unsere erste Zirkusshow. Sie war wundervoll. Nein, Timmy, der Affe war wundervoll. Und ich verspreche, dass ich nie wieder Affen fange.

Die Rettungsmission (Ben K.)

An einem Samstag vor genau drei Jahren wurden meine zwei Freunde und ich in einem Labor gezĂŒchtet. Mein einer Freund Huse ist eine Mischung aus Hund und Hase. Er ist ein Hund mit großen Hasenbeinen, mit denen er sehr hoch springen kann. Wie schon erwĂ€hnt habe ich auch noch einen zweiten Freund, der Vogerd heißt. Er ist eine Mischung aus Vogel und Pferd. Er ist ein Pferd mit VogelflĂŒgeln, mit denen er fliegen kann. Ach, da bin ich ja auch noch. Mein Name ist Affschild. Ich bin eine Mischung aus Affe und Schildkröte. Ich bin ein Affe der einen sehr stabilen Schildkrötenpanzer auf dem RĂŒcken trĂ€gt. Das Problem, unser Freund Huse wurde von Wissenschaftlern geschnappt. Das heißt, dass ich und Vogerd, Huse retten mĂŒssen. Das zweite Problem ist, dass wir in Deutschland sind und die Wissenschaftler mit Huse nach Brasilien geflogen sind, um ihn da zu untersuchen. Vogerd kann zwar fliegen, aber nicht so weit! Das Gute ist, dass wir einen menschlichen Freund haben, der Mechaniker ist. Er hat uns ein Jetpack fĂŒr Vogerd gebaut. Das Einzige, was Vogerd machen muss, ist mit den FlĂŒgeln zu schlagen. Mit dem Jetpack wird man sehr schnell und so könnten wir es nach Brasilien schaffen. Wir wollten nicht lĂ€nger warten und schnallten Vogerd das Jetpack an, um Huse zu retten. Ich stieg auf Vogerd und sagte: „Komm flieg los, wir mĂŒssen Huse retten!“ Als wir ĂŒber dem Ozean waren, wurde es dunkel und ich schlief ein. „Affschild Affschild!“, rief Vogerd mir zu. Dadurch wurde ich wach und wir waren angekommen. Leider konnten wir nicht mit dem Jetpack zum Labor der Wissenschaftler fliegen, weil die Leute uns sonst bemerken wĂŒrden. Zu unserem GlĂŒck war Halloween und ich zog mir eine Halloween Maske an. Da wir keine andere Möglichkeit hatten, klaute ich einen LKW. Viele Leute fuhren geschminkt oder mit Maske herum. Da unser Freund mir mal Auto fahren beigebracht hat, konnten wir zum Labor fahren ohne aufzufallen. Als wir ankamen wurde es spannend, weil wir nicht entdeckt werden durften. Wir kamen an den Wachen vorbei und kamen zu Huse, der in einem KĂ€fig gefangen war, aus dem er nicht alleine heraus kam. Plötzlich kam ein Wissenschaftler und entdeckte uns fast. Ich sagte zu Vogerd: „Das war knapp!“ Wir befreiten Huse aus seinem KĂ€fig und gingen wieder zum LKW. Also wir dachten, dass wir zum LKW gehen, aber der LKW war nicht mehr da. Dazu bemerkten die Wissenschaftler, dass Huse weg war. Doch plötzlich sahen wir einen LKW, der den Wissenschaftler gehörte. Wir ergriffen die Chance und klauten ihn. Ich zog meine Maske an und fuhr zum Strand, von wo Vogerd wieder nach Deutschland fliegen konnte. Unser Freund der Mechaniker war sehr froh uns wieder zusehen und er sagte: „Endlich seid ihr weder da!“ Das Beste ist aber, dass wir alle wieder fröhlich vereint sind. 🙂

Giraffe GĂŒnter macht FĂŒhrerschein (Vanessa F.)

An einem sonnigen Samstag schaute ich, die Giraffe GĂŒnter, in mein Verkehrsregelbuch, weil Sonntag war schon die FahrprĂŒfung und ich vergaß immer die Regeln. Wusstet ihr eigentlich, dass in der Savanne andere Regeln gelten, wie zum Beispiel, dass der FĂŒhrerschein schon mit elf Jahren gemacht werden kann, dass das Stoppschild fĂŒr Hunderter Zone und der Zebrastreifen fĂŒr Überqueren der Straße VERBOTEN steht!? Ziemlich komische Regeln, oder?

„Auf jeden Fall steht fest, wenn ich eine der alten Damen, die angestellt wurden, um die Straße zu ĂŒberqueren, ĂŒberfahre, dann kriege ich meinen FĂŒhrerschein erst recht nicht!“, erzĂ€hlte ich meiner Oma Nashorn am Telefon. „GĂŒnter, komm essen bitte!“, tönte es aus der KĂŒche. „Oma ich muss auflegen, Mama ruft, viel GlĂŒck bei dem Schildkröten-Weitwurf.“ „TschĂŒss mein Junge, ich drĂŒcke dir die Hufe!“, ergĂ€nzte meine Oma.

Am nĂ€chsten Morgen stand ich auf und guckte in meinen Kleiderschrank und sah, dass ich keine Anziehsachen mehr hatte. Ich lief runter in die KĂŒche zu meiner Mutter und fragte: „Mama, wo sind meine Klamotten?“ „OH, da war ja was, tut mir leid, die sind noch in der Waschmaschine, dann musst du eben etwas von Sophie anziehen.“ „Das ist doch nicht dein Ernst“, sagte ich enttĂ€uscht und lief wieder hoch vor das Zimmer von Sophie. Wenn ihr nicht wisst, wer Sophie ist, das ist meine nervige kleine Schwester, die trĂ€gt dauernd knall-pinke Kleider und glaubt mir, mit einem Kleid sehe ich richtig doof aus! Aber ich wollte auch nicht in meinem Lokomotiven-Schlafanzug zu der FahrprĂŒfung gehen. Also klopfte ich an ihrer ZimmertĂŒr an und anscheinend wusste sie, was ich wollte, sie zog mich rein und hielt mir ein Kleid vor und sagte, dass ich das anprobieren soll. Das machte ich auch und das sah so doof aus, ich in einem KNALL PINKEN Kleid, was mir noch nicht mal bis zum Bauch ging. Aber das war immerhin ein bisschen besser als im Schlafanzug!

20 Minuten spĂ€ter hatte mich meine Mutter im Autohaus mitten in der Pampa abgesetzt. Alle guckten mich komisch an, aber ich probierte es so gut wie möglich zu ignorieren und ging zu meiner Fahrgruppe, um die passenden Autos auszusuchen, dabei bemerkte ich, wie unterschiedlich wir alle sind, denn ich brauchte eine Limousine als Kabrio fĂŒr meinen langen Hals und fĂŒr meine langen Beine muss der Sitz im Kofferraum sein. Otto, die kleine Maus, brauchte stattdessen einen kleinen Smart mit einem erhöhten Sitz und PedalverlĂ€ngerung. Nachdem jeder sein Auto bekommen hatte, bekam jeder einen Fahrlehrer zu geteilt und ausgerechnet ich bekam ein Nilpferd! Wer nicht weiß, was daran so schlimm ist, ganz einfach: Nilpferde sind arrogant, unhöflich und streng! Nun ja, ich musste das Beste daraus machen und stieg ein und fuhr los. Das klappte soweit auch gut, aber wenn man eine entspannte FahrprĂŒfung haben will, hilft es nicht gerade, wenn ein brummiges Nilpferd neben dir sitzt und deswegen stellte ich ihm ein paar Fragen, wie zum Beispiel, was sein Lieblingsessen ist oder wie lange er den Job schon macht. Aber ich bekam keine Antwort! Deswegen probierte ich die Stimmung mit ein wenig Musik aufzulockern und schaltete durch von Oper zu Hip Hop und zu Rock, aber in seinem Gesicht sah ich keine Begeisterung, also schaltete ich weiter und 
 RUMS. Das Nilpferd hatte sich vor lauter Wut das Radio geschnappt und es einfach so aus dem Fenster geworfen und ich glaube, er hatte auch keinerlei SchuldgefĂŒhle, dass das Radio den RĂŒckspiegel des Autos hinter uns zerschmettert hatte. Auf jeden Fall wollte ich mich nicht mit ihm mehr anlegen nach dem Erlebnis, sondern konzentrierte mich lieber auf die Straße. Wer kann es glauben, dass ich es lebend rausgeschafft habe? Ich auf jeden Fall nicht! Am Ende musste ich nur aussteigen und mein Fahrlehrer hat das Auto weggefahren, aber ich glaube, das hat er auch nur gemacht, weil er keine Lust mehr auf mich hatte. Das war mir aber auch recht, weil ich hatte keine Lust bei dem Einparken noch irgendwas zu vermasseln und dann den FĂŒhrerschein doch nicht zu bekommen. Dann ging alles schnell, ich bekam meinen FĂŒhrerschein und dann holte mich meine Familie ab mit lauter Musik aber das war mir inzwischen egal und ich genoss den Abend mit einer kleinen Party. Das Erlebnis werde ich so schnell nicht mehr vergessen! Das war GĂŒnter Giraffe macht FĂŒhrerschein!

Leila und Leen, 5a

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