Von Stöcken, Mördern und Brixen

Ne, wat wor dat schön. Skifahren und gleichzeitig seine Stufenkollegen besser kennenlernen. Wo soll das besser gehen als auf einer einwöchigen Skifahrt nach Südtirol. Und das Beste: das lästige Methodentraining fiel weg. So konnten die Schüler und Schülerinnen des Gymnasiums Herkenrath sich voll und ganz auf die Schwünge, auf Schneepflüge und auf Kurven konzentrieren.  Einige der 15 bis 18jährigen waren zum ersten Mal überhaupt in den Bergen. Tja, und da kann es schon mal kalt werden. Bei minus 15 Grad Außentemperaturen sollte man sich warm anziehen – oder halt sich viel bewegen. Zum Glück gibt`s ja auch schöne Hütten in Natz und Meransen. Der Ausblick in die Dolomiten ist bei heißem Kaffee oder Tee und Kaiserschmarrn einfach am besten.

Vom blutigen Anfänger bis zum Vollprofi – alle Leistungsstärken waren bei den Schülern vertreten. Rückwärts die Schwarze Piste herunterzufahren – da staunten die ausgebildeten Skilehrer des Gymnasiums nicht schlecht! Aber auch die Anfänger versetzen die 10 Lehrer in Verzückung. Denn was die Truppe in den 6 Skitagen gelernt haben, das war schon erstaunlich. Eine Schülerin hat es sogar vom blutigen Anfänger bis hin zur Fortgeschrittenen-Gruppe geschafft – und ist natürlich die schwarze Abfahrt runtergeheizt. Wie sehr, sehr viele Schüler übrigens.

Schön zu sehen, dass man auch ganz hartnäckige Verweigerer des Skifahrens mit Stöcken überzeugen konnte. Am letzten Tag hat ein Schüler tatsächlich zwei Stöcke in die Hand genommen und meinte: „Das geht ja mit Stöcken viel leichter“. Puh, wahre Arbeit, wahrer Lohn. Wer aus gesundheitlichen Gründen mal nicht Skifahren konnte, der hatte die Möglichkeit tolle Wanderungen durch die Berge oder in das beschauliche, aber sehr hübsche Brixen zu laufen. Auch das war sicherlich für den einen oder anderen ein tolles Erlebnis.

Abends sind viele Schüler so müde, dass mehr als unterhalten oder auf dem Handy zocken nicht mehr drin ist. Ein paar Zimmer weiter findet eine Party statt – aber alles in gemäßigter Lautstärke. Während die Lehrer in ihrem Aufenthaltsraum sich die Geschichten des Tages erzählen und dabei schon die Gruppeneinteilungen für den nächsten Tag vornehmen, spielen die Schüler Tischtennis oder „Mörder“, „Werwolf“ oder andere Gruppenspiele. Auch einige Lehrer werden dazu eingeladen und zocken eifrig mit.

Am letzten Skitag konnten alle noch einmal zeigen, was sie in den Tagen zuvor gelernt haben. Fast ohne Tipps von den Skilehrern carvten die Schüler die Pisten runter. Machten Selfies. Rutschten aus. Und lachten viel. Wie eigentlich die ganze Woche. Selten gab es wohl so wenig Probleme auf der Fahrt nach Natz. Danke an die Schüler und an das engagierte Lehrerteam. Eine sehr gelungene Fahrt, die die Schüler zusammengeschweißt hat und bei der sie ganz, ganz viele Natur- und auch sportliche Erfahrungen gesammelt haben.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.