Kursfahrt nach Madrid: Diff-Kurs im Herzen Spaniens

In den Tagen vom 13. bis zum 18. Mai 2018 erkundete der Spanischkurs der Sekundarstufe I die größte Stadt Spaniens, die Hauptstadt Madrid. Diese Reise hatte die Kurslehrerin Frau Fiedler zusammen mit den Schülern/innen im Unterricht vorbereitet, indem diese sich mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten beschäftigten. Begleitet wurde der Kurs zusätzlich von dem Spanisch- und Sportreferendaren Herr Altenrath. Untergebracht wurde die Gruppe im „Centro de intercambios Escorales (CIE)“.

Sonntag abends wurden die Zimmer bezogen. Schon am nächsten Tag startete das sehr durchgeplante Programm mit einem gemeinsamen Frühstück, nachdem wir zuvor von typisch spanischer Musik geweckt worden waren. Vom CIE ging es per Bus und Metro, was sich auch in den Folgetagen als unser Transportmittel etablieren sollte, zum Plaza de Cibeles im Stadtzentrum. Von dort aus erstreckt sich in einem Dreieck über die Puerta del Sol und die Gran Via die für Touristen besonders attraktive Gegend der Stadt, in der unser Programm überwiegend stattfand. Hier konnten wir sowohl gut in den zahlreichen Läden einkaufen gehen, als auch viele Sehenswürdigkeiten über kurze Zwischenwege erreichen. Die erste dieser war gleich zu Anfang atemberaubend.

Wir fuhren auf eine Terrasse 56 Meter über der „Calle Alcalá“ und wurden mit einer Rundumsicht auf die pulsierende Großstadt belohnt. Nachdem wir das Panorama von der „Azotea del Círculo de Bellas Artes“ also ausgiebig genossen hatten,  fuhren wir mit unserem Programm fort und suchten die schon erwähnte nahegelegene „Puerta del Sol“ auf, an der wir uns für einige Stunden in kleine Gruppen aufteilten, um die Gegend selbstständig zu erkunden.

Unter anderem hatten wir auch Zeit unsere Lunchpakete auf zu essen, wobei auch Mc Donald´s für einige von uns zur Anlaufstelle fürs Mittagessen wurde;-) Nach dieser sogenannten „Tiempo libre“ gingen wir gemeinsam die „Calle Alcalá“ zurück und vorbei am Triumphbogen auf dem „Plaza de la Independencia“, der, wie der Name schon sagt, aufgrund der Befreiung bzw. Unabhängigkeit Spaniens von den Franzosen errichtet wurde, hin zum „Retiro“, einem von Königen angelegten Park, dem wir unsere Aufmerksamkeit während eines Spaziergangs widmeten und so unter anderem den riesigen künstlich angelegten See mit einem Monument des Königs Alfonso XII. sowie den Palacio de Velázquez betrachten konnten bevor wir uns dem riesigen königlichen Gewächshaus „Palacio de Cristal“ zuwandten.

Das Tagesprogramm rundete dann noch ein Besuch im Kunstmuseum „El Prado“ ab, welches wegen der Ausstellung einiger Bilder von Weltruhm wie z.B. der „Garten der Lüste“ (Hieronymus Bosch), das Selbstbildnis Albrecht Dürers und das Gemälde „Las Meninas“ (Diego Velázquez) eines der wichtigsten und größten Kunstmuseen klassischer Kunst weltweit darstellt. Inspiriert vom letzten genannten Werk sind in ganz Madrid verteilt übrigens unterschiedlich gestaltete „Meninas“ platziert worden. Am Abend zurück im CIE fanden wir uns alle zusammen und spielten simple aber sehr unterhaltsame Spiele wie „Mörder“ oder unterhielten uns einfach.

Nach einem anstrengenden, aber sehr interessanten ersten Tag ging es auch direkt weiter mit dem Programm. Schönerweise konnten wir, da unser Ziel der außerhalb gelegene Stadtteil Madrids „San Lorenzo de El Escorial“ war und somit eine längere Bahnfahrt anstand, das trotz der bisher kurzen Zeit in Madrid schon ausgeprägten Schlafdefizit einigermaßen ausgleichen. Das in den Bergen der „Sierra de Guadarrama“ gelegene „El Escorial“ war über Jahrhunderte hinweg das eigentlich Machtzentrum Spaniens, als hier angefangen bei König Philipp II. immer wieder die spanischen Habsburger-Könige residierten, bis diese Linie ausstarb und die Bourbonen aus dem Spanischen Erbfolgekrieg als Sieger hervorgingen.

Das Kloster („Monasterio del Escorial“) beherbergt zusätzlich noch sowohl den Palast der Könige als auch eine Bibliothek und ein Pantheon, in dem alle spanischen Könige und Königinnen (Habsburger und Bourbonen) mit ihren jeweiligen Ehepartnern bestattet sind, wie auch über 100 andere Mitglieder der Königsfamilie. Es war sehr beeindruckend diesen so historischen als auch einfach architektonisch brillanten Gebäudekomplex zu erkunden.

Im Anschluss an etwas Freizeit in diesem Stadtteil fuhren wir zum im Viertel „El Charmatín“ stehenden weltberühmten Stadion „Santiago Bernabéu“, in dem die Stars des Real Madrid trainieren und insgesamt Platz für ca. 80.000 Zuschauer ist. Durch eine Ausstellung der Erfolge des Vereins, vorbei am VIP-Bereich und die Trainerbank am Spielfeld kamen wir in die Katakomben und konnten uns vorstellen, wie sich dort Spieler wie Christiano Ronaldo auf bevorstehende Spiele vorbereiteten. Dies war für uns alle eines der Highlights der Woche.

Am Mittwoch stand eine Besuch in der Stadt Toledo südlich von Madrid an. Diese war früher auch zeitweise die Hauptstadt Spaniens und ist heutzutage immer noch Sitz der Regierung der Provinz Kastilien-La Mancha. Hier konnten wir uns den ganzen Tag über frei bewegen. Toledo mit seinen kleinen Gässchen und vielen mittelalterlichen Bauten wie der Kathedrale Santa María auch ein Highlight unserer Zeit in Madrid. Zurück im CIE konnten wir abends zusätzlich noch das dortige Schwimmbad nutzen.

Der folgende Tag stand nach einem Besuch im Kunstmuseum Reina Sofia ganz im Zeichen der Königsfamilie. Zuerst besichtigten wir den riesigen „Palacio Real“, den offiziellen Wohnsitz der königlichen Familie, wobei wir nur Blicke auf wenige der 2000 Säle, Salons und Kabinette werfen konnten. Kurz darauf begannen wir von dort aus eine Führung durch das Madrid der Habsburger, die auf dem zentralen Platz der „Puerta del Sol“ endete. Zu diesem Zeitpunkt fehlten uns allen schon einige Stunden Schlafs, weswegen wir doch froh waren, als wir uns im CIE ausruhen konnten.

 

Der letzte Tag verging äußerst schnell und nachdem wir uns den botanischen Garten der Stadt angeguckt hatten, packten wir im CIE unsere Sachen und machten uns, als wir uns von den dortigen Betreuern verabschiedet hatten, auf den Weg zum Flughafen. Von dort aus flogen wir zurück nach Deutschland und landeten mitten in der Nacht am Köln-Bonner Flughafen, wo diese rundum gelungene Reise für uns alle auch begonnen hatte.

 

In dieser Woche konnten wir sowohl viel lernen, auch in Bezug auf unsere Spanischkenntnisse, als auch eine super Zeit als Gruppe erleben, die von vielen sehr schönen und lustigen Momenten geprägt wurde. Auch das doch sehr eng geplante und daher anstrengende Programm konnte uns davon nicht abhalten. Wir haben uns vom CIE sehr gut aufgenommen und betreut gefühlt; für die tolle Zeit also „muchas gracias a Madrid!!!“

 

Video von Liyan (9a) – Danke für die Arbeit!

Und hier noch einige Eindrücke :-):

 

 

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