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Regionalpolitiker zur Podiumsdiskussion geladen

Die Bundestagswahlen rĂŒcken nĂ€her und nicht nur in den Medien werden politische Meinungen und Parteien heftig diskutiert. Auch am Gymnasium Herkenrath hat das Thema um die Bundestagswahl besonderes Gewicht gefunden – nicht zuletzt, da in der gymnasialen Oberstufe viele ErstwĂ€hler warten. Um das Demokratiebewusstsein zu stĂ€rken und um SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern Politik real erleben zu lassen, organisierte die Fachschaft Sozialwissenschaften eine Podiumsdiskussion mit Regionalpolitikern aller grĂ¶ĂŸeren Parteien in der Aula des Gymnasiums.

Am Freitag, den 10.09.2021, trat jeweils ein Vertreter der verschiedenen Parteien an und stellte sich den Fragen der zukĂŒnftigen Abiturienten. Zu Gast waren Dr. Hermann-Josef Tebroke fĂŒr die CDU, TĂŒlay Durdu als Ersatz fĂŒr den erkrankten Kastriot Krasniqi fĂŒr die SPD, Isabelle Casel fĂŒr die Linke, Maik Außendorf fĂŒr die GrĂŒnen, Reinhard Houben fĂŒr die FDP und Prof. Dr. Harald Weyel fĂŒr die AFD.

Ein Moderatoren-Team, bestehend aus Q2 SchĂŒlern, stellte den Politikerinnen und Politikern relevante Fragen zu den Themenbereichen internationale Politik, Bildung und Klima, die die politischen Vertreter mit viel Engagement und teils sehr kontrovers beantworteten. Das Plenum konnte deutliche Auseinandersetzungen, insbesondere zwischen den Vertretern der Parteien AFD und SPD, verfolgen.

Zum Thema internationale Politik war eine zentrale Frage, wie es möglich wĂ€re, so ein Fiasko wie in Kabul in Zukunft zu verhindern. Houben von der FDP stellte dazu fest, dass es bei den Bildern aus Kabul nicht nur entsetzt gewesen sei, „sondern sich auch fĂŒr unser Land ein bisschen geschĂ€mt“ habe. Doch waren sich am Ende so gut wie alle Politiker und Politikerinnen einig, dass die Politik zu spĂ€t gehandelt habe und – wie Houben betonte – dass die deutsche Armee zu sehr von den Amerikanern abhĂ€ngig sei. Beim Themenblock Klima, der gerade den Jugendlichen wichtig war, bestand der Konsens, dass Bus- und Bahnverbindungen fehlten und man so vom Auto abhĂ€ngig sei. Wie mit Verbrennungsmotoren umgegangen werden sollte, blieb jedoch strittig.

„Politik den SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern nahe zu bringen, eben erlebbar und spĂŒrbar zu machen, das war es, was wir vermitteln wollten“, bekrĂ€ftigt Julius Knack, Politiklehrer am Gymnasium Herkenrath. „Wir haben heute definitiv viel gelernt, nicht nur, was die Inhalte der Parteien angeht, sondern auch live mitzubekommen, wie rhetorisch gewandt Politiker auf unbequeme Fragen oder Kommentare reagieren. Dass da auch manchmal richtig Stimmung herrscht, das war schon faszinierend“, erklĂ€rte Simon Cabalo, einer der Moderatoren.

Auch im Abschlussstatement zur Frage, warum man als junger Mensch denn von seinem Wahlrecht Gebrauch machen sollte, waren sich alle politischen Vertreter darĂŒber einig, dass es wichtig sei, wĂ€hlen zu gehen, da jede Stimme zĂ€hlt. Wie Tebroke (CDU) es ausdrĂŒckte: „Demokratie kann nur funktionieren, wenn all diejenigen, die ein Wahlrecht haben, es auch ausĂŒben.“ Houben (FDP) stellte die Partizipationsmöglichkeit als solche besonders heraus: „WĂ€hlen zu gehen, ist ein großes GlĂŒck. Leute sterben dafĂŒr, wĂ€hlen zu dĂŒrfen. Nehmen Sie es als persönliche Pflicht, zur Wahl zu gehen“.

Die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler teilten die Meinung, dass man selten die Chance bekommt, Politik so hautnah zu erleben. Somit boten die teils hitzigen Diskussionen und ausweichenden Antworten  ein anderes Bild der Politik, als man es im Sozialwissenschaftsunterricht vermittelt bekommt oder sich vorgestellt hat. „Die sich stark differenzierten Meinungen der Parteien boten viel Diskussionsraum. Dadurch konnten wir uns eine eigene Meinung zu den angesprochenen Themen bilden“ schloss eine SchĂŒlerin der Q2.

Artikel geschrieben von:

Catharina Sporin

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