DLR-LAB begeistert für Astronomie

Am ­04.02.2014 fuhr unsere Klasse 9b gemeinsam mit Frau Matthes und Frau Riege zum DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt) nach Köln. Doch was können Schüler wie wir dort lernen und wie interessant sind die dort angebotenen Experimente?

Es war also soweit, endlich wieder Exkursion – dieses Mail mit einem naturwissenschaftlichen Schwerpunkt. Wir fuhren mit der gesamten Klasse und unseren zwei betreuenden Lehren zum DLR nach Köln-Porz. Einigen von uns war der Name schon vertraut, die anderen wurden in der 15-minütigen Einleitung durch einen Mitarbeiter aufgeklärt.

Das DLR ist zunächst einmal das Forschungszentrum Deutschlands für Luft- und Raumfahrt, Energietechnik, Verkehr und Sicherheit. An insgesamt  15 Standorten arbeiten über 8000 Mitarbeiter  in ganz Deutschland. Der Hauptstandort Köln zählt mit seinen gut 1400 Mitarbeitern zu den größten. Auch einige Informationen über das Gelände wurden uns präsentiert. So erfuhren wir, dass dieses rund 55 Hektar große Gelände auch als Forschungsstandort für bekannte Hersteller wie Siemens genutzt wird. Aber auch die Europäische Weltraumbehörde (Esa) hat hier ihren Standort, den wir auch später genauer besichtigten durften.

Ansonsten führte uns ein Mitarbeiter noch mehrere spektakuläre Experimente mit flüssigem Stickstoff vor und gab sogar drei Schülern die Möglichkeit, selbst einmal einige Blumen in Sekundenschnelle gefrieren zu lassen. Auch wenn man einige dieser Experimente schon aus dem Fernsehen kannte, waren sie live doch noch um Einiges interessanter und viel aufregender.

Hiernach wurden wir alle in vier Gruppen eingeteilt und wir nahmen an unterschiedlichen Experimenten teil. Zur Auswahl standen: Infrarot, Kreislaufphysiologie, Gravitationsbiologie, Mission to Mars, und Kometensimulation. Unter Berücksichtigung unserer  Wahlen wurden wir in fünf verschiedene Blocks eingeteilt, die an jeweils vier Tätigkeiten teilnahmen. Die Sektion Kometensimulation war allerdings in jedem Block vertreten. Alle Experimente wurden von jungen Doktoranten oder Studenten geführt, die durch ihr großes Fachwissen auch immer auf unsere Fragen antworten konnten.

Zu den Experimenten selbst möchte ich nicht allzu viel verraten, da es schließlich darum geht, sich das Wissen selbst zu erarbeiten. Falls ihr also selbst einmal dort seid J! Nur so viel sei gesagt: Zu Anfang gab uns das Fachpersonal eine kurze theoretische Einweisung in das jeweilige Thema, danach durften wir selbst überall Hand anlegen und experimentieren – und so z.B. in einer realitätsnahen Simulation Miniroboter per Fernbedienung auf einer künstlichen Marslandschaft steuern. Naturwissenschaftliche Vorkenntnisse aus dem Schulunterricht sind hier durchaus ein Vorteil, doch auch ohne sie bekam man eine grobe Vorstellung von jedem Thema.

Insgesamt dauerte ein Experiment ungefähr 30 Minuten, stets gefolgt von einer kurzen Pause und einem 15-minütigen Vortrag durch einen Mitarbeiter. Diese Vorträge beschäftigten sich mit verschieden Themen, z. B. naturwissenschaftlichen Phänomenen wie der Schwerkraft oder sie gaben uns eine kurze Einführung über das Rosetta-Projekt, über das wir später in Kleingruppen auch noch mehr erfuhren. Jeder Vortrag wurde von einer Powerpoint Präsentation unterstützt, welche die wichtigsten Inhalte noch einmal zusammenfasste und für uns mit Bildmaterial und Simulationen das Gesagte visualisierte.

Besonders interessant war der Besuch der Esa, wo wir den Mitarbeitern zuschauen durften und zum oben erwähnten Rosetta-Projekt informiert wurden. Der Satellit Rosetta soll zu einem Kometen namens 67P/Churuyumov-Gersimenko fliegen und dort das Forschungsmodul Philae laden lassen. Zusammen sollen sie viele neue Daten sammeln und den Wissenschaftler somit ein bis jetzt noch nicht erreichtes Bild von Kometen geben. Diese Mission wurde vor fast 12 Jahren gestartet, womit seit Februar 2004 der Satellit nun durch das All fliegt. Entsprechend groß war die Spannung, denn die Wissenschaftler arbeiten zurzeit daran, den Satelliten wieder „aufzuwecken“, nachdem er fast 10 Jahre in eine Art Ruhzustand gehalten worden war, um Energie zu sparen und so auf dem Kometen landen zu können.

Nach dieser Besichtigung ging es auch schon zurück, aber im DLR wird weiter gearbeitet, und das auch erfolgreich, denn Ende März ist es den Forschen erfolgreich gelungen, Rosetta wieder aufzuwecken. Vielen Dank nochmals für die Möglichkeit dieses Besuchs!

David Schmitz, 9b

 

Und das haben wir hier in unterschiedlichen Neigungsgruppen durchgenommen, Herr Bräucker haben wir auch kurz getroffen:

 

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