Berlin! Berlin! Wir fahren nach Berlin!

Am 18. April 2013 fuhr der ICE mit uns, den 31 Schülern, und den beiden Lehrern, Frau Fiedler und Frau Matthes, von Köln Messe/Deutz Richtung Hauptstadt. Getreu dem Motto “Morgenstund hat Gold im Mund” ließen wir bereits um 6:50 Uhr die Heimatstadt hinter uns.

In Berlin angekommen, hielt es keinen lange im Hostel, sondern wir machten uns an die Erkundung des Stadtviertels Friedrichshain. Als erstes stand für uns ein Einblick in die deutsche Politik auf dem Programm. Mit S- und U-Bahn machten wir uns auf den Weg in Richtung Reichstag zum Paul-Löbe-Haus. Dort ging es los mit einem Gespräch mit unserem ortsansässigen MdB Wolfgang Bosbach. Nach einer humorvollen wie auch lehrreichen Diskussionsrunde über aktuelle politische Themen, durften wir es uns mit einem Essen auf Einladung des Bundestags gut gehen lassen. Danach verfolgten wir gestärkt, motiviert und interessiert eine Plenarsitzung des Bundestags, die passenderweise über das studentische Leben in Deutschland ging – ein Thema, das für uns natürlich nicht mehr in allzu weiter Ferne liegt.

Bevor es für uns hoch hinaus über die Dächer Berlins ging, wurden wir erst einmal auf die Bundeshauptstadt losgelassen. Der Blick von der Panoramaplattform vom 368m hohen Fernsehturm sorgte für Staunen – Berlin bei Nacht aus einer ganz anderen Perspektive.

Der zweite Exkursionstag begann mit einer ausgiebigen Stadtrundfahrt zu typischen und kultigen Orten Berlins – Kreuzberg, Prenzlauer Berg und Charlottenburg waren ebenso dabei wie Siegessäule und Hafen. Diese Fahrt endete mit einer typisch Berliner Currywurst auf dem berühmten Kurfürstendamm. Die anschließende freie Zeit konnte, nach der Stadtrundfahrt im Bus, gut genutzt werden, da nun ungefähre Ortskenntnisse vorlagen.

Als nächstes stand eine Führung durch das ehemalige Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen an. Durch die persönlichen Berichte des Zeitzeugen wurden uns die Umstände der ehemaligen DDR vor Augen geführt. Den restlichen Abend konnten wir nach Belieben und je nach Interesse ausklingen lassen.

Mit mulmigem Gefühl im Bauch brach die Gruppe am nächsten Tag zum Konzentrationslager Sachsenhausen auf. Da das KZ außerhalb lag, um die Machenschaften der damaligen Zeit zu verbergen, dauerte die Anreise entsprechend lang. Das Eingangstor mit der Aufschrift “Arbeit macht frei” und dem dahinter liegenden Appellplatz wird uns im Gedächtnis bleiben. Durch die recht neutrale und wenig emotionale Vortragsweise des uns durch die Gedenkstätte führenden Geschichtsstudenten wurde uns eine andere Sichtweise der Dinge geliefert, da eben dieser Student aus Russland stammte und viele seiner Landsleute dort ermordetet wurden.

Zurück im Zentrum der Stadt konnten wir in der Erlebnisausstellung “The Story of Berlin” die Geschichte Berlins auf eigene Faust nachvollziehen. Anschließend folgte eine Führung durch den original erhaltenen Atomschutzbunker aus dem Kalten Krieg. Zwei Wochen in diesem Raum mit über 2000 Menschen zu verbringen, war nach dieser Führung für uns unvorstellbar.

Unser Abendprogramm gestaltete sich mit dem Kabarett-Theater “Wie geschmiert” von der Distel. Die satirische Darstellung der Politik traf größtenteils unseren Humor. Nach diesem ereignisreichen Tag freuten wir uns auf unseren Schlaf, denn am folgenden Tag ging es in aller Frühe ins Gruselkabinett “Berlin Dungeon”. Durch die schaurige und unterhaltsame Darstellung mit Hilfe von verschiedenen Schauspielern wurden wir durch das mittelalterliche Berlin zur Zeit der Pest geführt. Auf den Schrecken besuchten wir die “schmelzige” Seite unserer Stars und Berühmtheiten im Wachsfiguren-Kabinett der Madame Toussauds. Jeder konnte sich der Illusion hingeben, seinem persönlichen Star ganz nahe zu sein.

Anschließend ließen wir es uns nicht nehmen, dem Brandenburger Tor einen Besuch abzustatten. Die verbleibenden Stunden in der Hauptstadt standen zur individuellen Gestaltung zur Verfügung. Die Abreise kam viel zu schnell, da es noch viel zu sehen gäbe. Nach ca. 4 1/2 Stunden Fahrt mit der Deutschen Bahn endete unsere 4-tägige Exkursion wieder in unserer Heimatstadt.

Ein besonderer Dank an Frau Matthes, die die Exkursion für uns organisierte. Uns hat die Reise sehr gefallen, da sie aus Programmpunkten bestand, die das Interesse und die Begeisterung der Schüler weckte. Wir würden immer wieder daran teilnehmen wollen!!!

D6/D7 der EPH

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