Alle neuen Dinge sind zwei – Herr Schulte stellt sich vor

Nachdem wir in der letzten Ausgabe schon Herrn Müller vorgestellt haben, ist es an der Zeit, dass jetzt auch die zweite Hälfte der Schulleitung mit Fragen gelöchert wird. Also nun ganz exklusiv und nur für die REFLEX-Leser das offizielle Herr-Schulte-Interview.

REFLEX: Guten Tag! Fangen wir doch direkt an. Ihr vollständiger Na-me ist Reinhard Schulte oder ver-schweigen Sie uns da noch den ein oder anderen Teil?

Schulte: Guten Tag! Ja, da gibt es noch weitere Teile, aber die werden nicht verraten.

REFLEX: Gut, dann werden wir versu-chen, da irgendwann später noch etwas herauszufinden. Wollen Sie dann viel-leicht Ihren Werdegang vom Schüler zum stellvertretenen Schulleiter erzählen?

Schulte: Natürlich! Bei mir fing alles in der Grundschule in Warendorf an. Dort ging ich später auch auf das Gymnasium. Wegen der Nähe zu Münster, habe ich dann dort studiert.

REFLEX: Waren Sie immer schon Mathematiker und Biologe oder gab es dorthin erst später einen Umschwung?

Schulte: Nein, nein. Ich habe von Beginn an Mathematik und Biologie auf Lehr-amt studiert. Nachdem ich mein Referendariat abgeschlossen habe, fand ich 1992 auch direkt eine Stelle in meinen Fächern und ging für eine Vertretungsstelle an das private Gymnasium Kloppenburg. Das war eine interessante Erfahrung, da dort damals auch noch Nonnen unterrichteten und eine Nonne Direktorin war. Man erlebt an einer privaten Schule tatsächlich teilweise andere Dinge. Das fängt damit an, dass morgens die Blumen auf den Fensterbänken von den Schwestern gegossen werden und endet damit, dass man viele Materialen schnell und einfach mit einem Anruf beim Bischof bekommen kann.

REFLEX: Sind Sie katholisch? Und ging es dann auch an erzbischöflichen Schulen weiter?

Schulte: Ja, ich bin katholisch. Da es sich aber nur um eine Vertretungsstelle handelte, ging ich 1 ½ Jahre später für sieben Jahre an das Montessorigymnasium Köln.

REFLEX: Braucht man dafür eine andere und erweiterte Ausbildung?

Schulte: Eine erweiterte Ausbildung erhält man dort direkt vor Ort. Es fällt auf, dass sich die Unterrichtmethoden, die an Montessorischulen schon vor langer Zeit Standard waren, mittlerweile auch lang-sam von anderen Schulen übernommen werden. Auch hier gibt es nach und nach mehr Frei- oder Wochenplanarbeit.

REFLEX: Nach sieben Jahren haben Sie wieder gewechselt. Wohin ging es dieses Mal?

Schulte: Danach nahm ich für ein halbes Jahr eine Stelle am Gymnasium Lindlar an und gleichzeitig begann ich am Bergneustadter Gymnasium. Nach Bergneustadt wollte ich, da dort meine Frau herkommt. An diesem Gymnasium blieb ich für neun Jahre und übernahm Stellen in der Oberstufenleitung und die Stunden- und Vertretungsplanorganisation. Allerdings wollte ich nicht an der gleichen Schule unterrichten, an die auch meine Tochter geht und deshalb ging es für mich für zwei Jahre nach Wiehl. Hier machte ich meine Ausbildung und Prüfung zum stellvertretenen Schulleiter und bin seit diesem Schuljahr in Herkenrath.

REFLEX: Sie leben also scheinbar noch in Bergneustadt und haben eine Frau und auf jeden Fall eine Tochter?

Schulte: Richtig, ich lebe mit meiner Fa-milie in Bergneustadt. Verheiratet bin ich mit einer Apothekerin, was einem neben dem Schulalltag gut auf dem Boden der Tatsachen hält. Zusammen haben wir zwei Töchter. Die Große ist 12 und die Kleine 8 und beide gehen in Bergneustadt zur Schule. Außerdem haben wir eine Hündin, die aus einem spanischen Tierheim kommt.

REFLEX: Sind Hunde Ihre Lieblingstiere?

Schulte: Definitiv! Ich mag es auch sehr, in meiner Freizeit mit dem Hund Spazieren und Wandern zu gehen.

REFLEX: Wie gestalten Sie denn noch Ihre Freizeit?

Schulte: Ich versuche immer möglichst viel Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden zu verbringen. Außerdem gehe ich gerne Angeln und bin im Rat von Bergneustadt für die CDU-Fraktion tätig. Ich bin Fraktionsvorsitzender und unter anderem im Planungsausschuss engagiert. Ansonsten bin ich durch und durch mit meinen Beruf ausgelastet.

REFLEX: Wollen Sie uns vielleicht noch ein paar Dinge aus Ihrem Privatleben erzählen? Haben Sie eine Lieblingsfarbe, Lieblingsmusik oder ein Lieblingsessen?

Schulte: Meine Lieblingsfarbe ist blau, Musik höre ich gerne und bewege mich da meistens in den Top 40 der Charts und am liebsten esse ich Sauerbraten.

REFLEX: Sollte es jetzt öfter Sauerbraten in der Mensa geben?

Schulte: Ich bin kein Mensa-Esser, da meine Frau besser kocht. Also Essen wir abends immer alle zusammen und tagsüber greife ich auf geschmierte Brote zurück.

REFLEX: Übers Essen könnte man auch noch auf ein weiteres von Obst gekennzeichnetes Merkmal von Ihnen stoßen. Wenn man sich so umblickt, scheint es, als wären Sie ziemlich „Apple“-begeistert.

Schulte: Ja, das stimmt. Die Geräte arbeiten ausgezeichnet, dann kann man sie auch bestens einsetzten.

REFLEX: Wie verbringen Sie denn Ihre Ferien? Sind Sie weltoffen oder eher heimatverbunden?

Schulte: Viele Jahre sind wir immer nach Holland gefahren, da wurde uns dann aber das Wetter zu schlecht. Seitdem fahren wir eher ans Mittelmeer. Korsika gefällt uns zum Beispiel sehr gut. Man kann dort sehr gut wandern und hat ein wunderbares Meer.

REFLEX: So viel zu Ihrem Privatleben. Kommen wir doch zu Ihrem neuen Leben in Herkenrath. Wie gefällt es Ihnen hier und wie war Ihr Empfang?

Schulte: Es wurde erst recht kurzfristig vor den Sommerferien entschieden, dass ich nach Herkenrath kann. In den Sommerferien habe ich schon viel mit Herrn Blazek zusammengearbeitet und mich in die Ordner eingelesen. Mein Empfang hier war dann sehr freundlich und so-wohl die Zusammenarbeit mit dem Kollegium wie auch die mit Herrn Müller sind sehr offen. Ich denke, Herr Müller und ich sind ein gutes Team. Er ist eine Person, der zu allem immer eine Geschichte aus seinem Leben zu erzählen hat, so etwas verbindet uns wahrscheinlich. Aber ich denke auch, dass man mindestens ein halbes Jahr braucht, um sich aneinander zu gewöhnen. Von Lehrer zu Schüler oder von Lehrer zu Lehrer und andersherum.

REFLEX: Mit welchen drei Begriffen würden Sie sich beschreiben?

Schulte: Ich bin sehr gründlich. Und ich versuche immer alles im Blick zu behalten, würde mich aber dennoch nicht als Kontrollfreak bezeichnen. Eher versuche ich meine Mit-menschen im Blick zu behalten und Ihnen zum Beispiel damals als Vertretungsplan-zuständiger nicht noch die sechste Vertretungsstunde in der Woche zuzuteilen. Dann erwarte ich viel, gebe dies aber auch. Vielleicht könnte man mich mit „hart aber herzlich“ beschreiben.

REFLEX: Und diese Charaktereigenschaften passen zu Ihrem Job in Herkenrath?

Schulte: Ja, ich denke schon. Zum einen passt es zu Herkenrath zum anderen aber auch zu meiner Position. Es ist wichtig, den Überblick zu behalten.

REFLEX: Mit welchen drei Begriffen würden Sie denn dann das Gymnasium Herkenrath beschreiben?

Schulte: Das Gymnasium Herkenrath ist groß, wobei Wiehl beispielsweise größer ist. Trotz der Größe, ist es aber nicht unübersichtlich und die gesamte Schule ist ein gut funktionierendes System.

REFLEX: Wie bewerten Sie das Lehrer-Schüler-Verhältnis in Herkenrath?

Schulte: Bisher habe ich sehr gute Verhältnisse mitbekommen. Auch in Wiehl und Bergneustadt war dieses Verhältnis sehr gut und ich finde es wichtig, dass so etwas geschützt wird.

REFLEX: War dieses Verhältnis ein Mit-Grund für den Wechsel zu uns?

Schulte: Der Hauptgrund war sicherlich, dass man hier mit einer komplett neuen Schulleitung begonnen hat. Ich habe auch bisher nicht bereut, dieses „Abenteuer“ gewagt zu haben.

REFLEX: Wie nehmen Sie die Leistungen in Herkenrath wahr und was erwarten Sie?

Schulte: Man muss sich nur die Ergebnis-se des Zentralabiturs anschauen und kann erkennen, dass das Gymnasium Herkenrath immer gut abschnitten hat. Vor allem die Ergebnisse in den Fächern Mathematik und Physik freuen mich natürlich. Ich möchte auch weiterhin, die Mathematik in Herkenrath noch weiter nach vorne bringen. Einen kleinen Grund-stein dafür habe ich schon mit der Ma-thematik-AG gelegt. Ich persönlich er-warte viel, aber bestimmt nicht mehr als es für das Abitur nötig ist. Wie schon gesagt, gebe ich meiner Meinung nach auch so viel, wie ich erwarte. Bei der Notengebung versuche ich immer das beste Ergebnis für jeden Schüler und jede Schülerin zu finden.

REFLEX: Gut, dann wissen jetzt alle Schüler, was sie zu erwarten haben und wie Sie als Lehrer sind! Vielen Dank für das Interview und noch weiterhin viel Erfolg bei uns!

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