„Es gibt für alles eine Lösung“ – Beratungslehrer im Einsatz!

„Die Schule ist nicht nur ein Ort der Wissensvermittlung. Schule kann auch menschlich sein“, so lautet die Devise von Frau Scharrenbroch. Sie unterrichtet am Gymnasium Herkenrath die Fächer Englisch und Französisch für die Sekundarstufe 1 seit 1998 und ist ihres Zeichens Beratungslehrerin.

Doch was ist eigentlich ein Beratungslehrer? Nach Begriffen wie SV-Lehrer, Streitschlichter, Vertrauenslehrer etc. verlaufen all die unterschiedlichen Begriffe mittlerweile im Sand. Ein Beratungslehrer ist praktisch wie ein Vertrauenslehrer. Haben Schüler Probleme, bei denen sie sich nicht selber zu helfen wissen, so kann ein Beratungslehrer ihnen entweder mit Tipps zur eigenen Bewältigung, aber auch durch Unterstützung in vielerlei Hinsicht unter die Arme greifen.

Die Probleme können dabei unterschiedlich sein. Mögen es Streitigkeiten, Schwierigkeiten mit Lehrern, oder auch Probleme Zuhause sein – durch geeigneten Umgang kann für Jeden eine Lösung gefunden werden!

Wie geeignete Hilfe letztlich aussieht, kommt auf das Problem selber an. Wenn es Streit zwischen zwei Schülern gibt, so sorgt der Beratungslehrer oft dafür, dass ich alle Beteiligten an einen Tisch begeben und sich die ganze Sache „von selber“ klärt. Ich Falle des Falles wird natürlich eingeschritten. Bei größeren, evtl. privaten oder psychischen Problemen bei denen Beratungslehrer alleine nicht direkt helfen können, kann der Beratungslehrer – wie es schon der Name sagt – eine beratende Funktion einnehmen. Dass heißt es werden Ansätze zur Bewältigung des Problems genannt, Adressen gegeben, an die der Schüler sich wenden kann oder Gespräche mit anderen Personen (z.B. den Eltern, anderen Lehrern oder anderen Beteiligten) organisiert.

Dabei geben sie ihnen die Möglichkeit selber zu entscheiden, ob sie möchten, dass der Beratungslehrer sie auf diesem Weg begleitet, oder nicht. „Beratungslehrer sind keine Therapeuten, aber sie können dafür sorgen, dass bestimmte Schritte in die Wege geleitet werden.“, so Frau Scharrenbroch.

Ob nun als Stütze, oder Verbindungsglied zwischen den Schülern und weiterreichenderer Hilfe. Beratungslehrer nehmen den Platz eines „Allrounders“ in der Schülerhilfe ein. Eine bestimmte Vorgehensweise gibt es nicht. Sie wird stets auf das Problem und die Bedürfnisse des Schülers angepasst.

Was Viele allerdings nicht wissen: Im Prinzip ist jeder Lehrer auch eine Vertrauensperson, der auf Anfrage von Schülern beraten und helfen kann. Leider haben die meisten Lehrer nicht genug Zeit sich ausreichend mit den Problemen ihrer Schüler zu befassen. Beratungslehrer haben hier den Vorteil, dass sie extra Zeit haben, um sich intensiv mit den Problemen beschäftigen zu können.

Beide Beratungslehrer Frau Scharrenbroch und Frau Quack teilen sich 5 Stunden  (also je 2,5 Stunden) in der Woche außerhalb ihres regulären Unterrichts (Frau Quack ist momentan im Sabbatjahr, kommt allerdings nach den kommenden Sommerferien wieder). Zudem werden sie regulär nicht in Pausenaufsichten eingeteilt. Das gilt auch für die Cybermobbing-Experten Herr Fages und Herr Knack und die SV-Lehrer Herr Sydow und Frau Weißenburger (Artikel zu den SV-Lehrern: http://www.schoolinside.org/2016/09/01/problem-ab-zum-sv-lehrer/).

Das gibt den Schülern die Möglichkeit jederzeit in den Pausen Hilfe aufzusuchen. Und selbst die Beratungslehrer mal „mit ihrem Latein am Ende sind“, so können sie den Streitschlichtern mit Einverständnis der Beteiligten den Fall übergeben. Alles arbeitet Hand in Hand. Dennoch sollten Schüler selber entscheiden, an wen sie sich wenden. Sympathie und Vertrauen spielen trotz Spezialisierung immer noch die größte Rolle. 

All diese Institutionen aus spezialisierten Lehrern decken somit möglichst viele Problemszenarios ab, sodass die Schüler auch „an einem Ort der Wissensvermittlung“ Menschlichkeit zeigen können und keine Scheu haben müssen ihre Probleme ehrlich anzusprechen um diese gemeinsam angehen zu können. 

Genau das ist die Motivation für Beratungslehrer. „Mich interessiert der Mensch hinter dem Schüler.“, so Frau Scharrenbroch. Der Wunsch Menschen mit Problemen zu helfen ist dabei ihr Antrieb.

„Ich sehe mich nicht nur als Englisch- und Französischlehrerin, sondern auch als Pädagoge. Der menschliche Aspekt wird in solch leistungsorientierten Fächern meist vernachlässigt. Umso wichtiger ist es dass Schüler differenzieren können, dass die gleichen Lehrer die Hausaufgaben aufgeben, Klassenarbeiten korrigieren und den Unterricht organisieren, bei Problemen gerne für Schüler dasein möchten.“

Vielen Dank an Frau Scharrenbroch für das freundliche Interview!

2 Gedanken zu „„Es gibt für alles eine Lösung“ – Beratungslehrer im Einsatz!

  • 4. Juni 2017 um 20:43
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    Es ist immer total schön, dass Projekte angeboten werden, es Vertrauenslehrer gibt oder , dass sich bei Projekten wie Herr Müller zu interviewen so viel Mühe gemacht wird.
    Auch ich habe mit meiner Klasse den Wettbewerb der schönsten Klasse gewonnen undit meiner Freundin die Aqua Land Gutscheine gewonnen.

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    • 5. Juni 2017 um 19:23
      Permalink

      Hallo Anoua, herzlichen Dank für dein tolles Lob! Wir hoffen, ihr hattet einen tollen Nachmittag im Aqualand :-)! Der nächste Wettbewerb kommt bestimmt! Und mitmachen lohnt sich sicherlich ;-)!

      Antwort

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